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Streit um strittiges Seegebiet

China fordert Freilassung von Kapitän

Donnerstag, 09. September 2010

Ein Seezwischenfall in dem strittigen Seegebiet um die Diaoyu Inseln nordöstlich von Taiwan sorgt für Verstimmung zwischen China und Japan.

Zwei Boote der japanischen Küstenwache hatten ein chinesisches Fischerboot aufgebracht, wobei es zu einer Kollision gekommen war. Der Kapitän wurde festgenommen, obwohl China scharf protestierte. Gleich zweimal bestellte das Außenministerium in Peking den japanischen Botschafter ein, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Der zweite Protest folgte gestern, nachdem die chinesische Regierung erfahren hatte, dass das Fischerboot das Seegebiet doch nicht verlassen konnte, sondern in Japan festgehalten wurde. Dem 41-jährigen Kapitän wirft die Küstenwache vor, «absichtlich» die Kollision herbeigeführt zu haben, wie Japans Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. China forderte hingegen die sofortige Freilassung der Besatzung, die auf der Insel Ishigaki (Okinawa) verhört wurde.

Die Regierung in Tokio versuchte, die Aufregung zu dämpfen. Beide Länder versuchten, die Angelegenheit nicht «eskalieren» zu lassen, sagte ein Sprecher. Die Festnahme des Kapitäns solle die diplomatischen Beziehungen nicht beeinträchtigen. In Peking war die Empörung hingegen groß, weil der Kapitän ungeachtet des ersten formellen Protests aus Peking festgenommen wurde. Im Außenministerium wurde Japans Botschafter aufgefordert, das «illegale Aufbringen» von chinesischen Schiffen zu beenden.

«Die Diaoyu Inseln und ihre umliegenden Atolle sind seit alter Zeit chinesisches Territorium», bekräftigte die Sprecherin des Außenministeriums vor Journalisten. Japans Patrouillenboote sollten ihre Aktivitäten in den Gewässern einstellen und davon absehen, die Sicherheit chinesischer Fischerboote und ihrer Besatzungen «zu bedrohen». Japan beansprucht die Inseln, die auf Japanisch Senkaku genannt werden, genauso wie China. In dem seit langem schwelenden Streit geht es auch um Ölvorkommen in der Region.

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