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Entwicklungshilfe für Indonesien

Fähren-Auftrag für Meyer-Werft?

Dienstag, 07. September 2010

Der Papenburger Meyer Werft winkt angeblich ein Millionenauftrag aus dem Entwicklungshilfeetat der Bundesregierung.

Wie der „Spiegel" in seiner neuen Ausgabe schreibt, erwägt Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP), 50 Millionen Euro für ein Passagierschiff bereitzustellen, das die Meyer Werft nach Indonesien liefern soll. Der Gesamtauftrag hätte einen Umfang von 100 Millionen Euro.

Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte am Wochenende, dass derzeit die Finanzierung der Fähre geprüft werde. „Die indonesische Regierung hat den Wunsch nach Finanzierung eines Fährschiffes als Beitrag zur Verbesserung des interinsularen Verkehrs offiziell an die Bundesregierung herangetragen", erklärte er. Dass der Auftrag an die Meyer Werft gehen soll, bestätigte er nicht. Das Ausschreibungsverfahren erfolge gemäß den OECD-Richtlinien. Das Nachrichtenmagazin zitiert allerdings einen Werftsprecher mit den Worten: „Der Braten liegt in der Röhre." Seitens der Meyer Werft war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Dem Bericht zufolge hat die Werft bislang 24 Fähren nach Indonesien geliefert, finanziell unterstützt vom Bund und der KfW-Entwicklungsbank.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) unterstützt die Werft in der Bewerbung um den Auftrag. „Es ist gut, wenn eine solche Fähre bei der Meyer Werft in Niedersachsen gebaut wird – und nicht in irgendeinem anderen Land", erklärte der Politiker. Es gehe auch um Arbeitsplätze in Papenburg.

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