20. Hafentag in Niedersachsen
Krise noch nicht überwunden
Samstag, 04. September 2010Die niedersächsischen Häfen haben das schwierige Jahr 2009 gut gemeistert.
Trotz zum Teil schlechter Auftragslage seien mit Kurzarbeit und anderen Instrumenten möglichst viele Mitarbeiter gehalten worden, sagte Geschäftsführer Andreas Bullwinkel von Seaports of Niedersachsen am Freitag beim 20. Niedersächsischen Hafentag in Emden. Im ersten Halbjahr 2010 stünden die Zeichen auf Erholung. In fast allen Seehäfen sehe es gut aus. Problematisch bleibe dennoch die Gesamtsituation der Unternehmen. Umsätze und Erträge hingen trotz der steigenden Umschlagszahlen noch zurück. Gut entwickelt habe sich der Umschlag von On- und Offshore-Windkraftanlagen in Emden und Brake. In Cuxhaven lag das Plus bei Windkraft-Ladung sogar bei 53 Prozent.
Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) ging in seiner Rede beim Hafentag von einem anhaltenden Wachstum der maritimen Wirtschaft aus. Nach einer Prognose des Bundesverkehrsministeriums werde der Seegüterumschlag in den deutschen Seehäfen 2010 um rund neun Prozent oder 23,6 Millionen Tonnen auf 283 Millionen Tonnen steigen. Damit seien rund 40 Prozent des Einbruchs von 2009 aufgeholt. Der Ex- und Import laufe zu 90 Prozent über die Seewege, sagte Bode weiter. Daher müsse die Transportkette funktionieren. Niedersachsen wolle deshalb die Küstenregion mit gezielten Investitionen zu einer Wachstumsregion machen. In dem Küstenland seien rund 41 .000 Beschäftigte von den Häfen abhängig.
Neben dem Ausbau der Wasserstraßen und der Vertiefung von Elbe, Weser und Ems sprach sich Bode außerdem für bessere Anbindungen der Häfen an das Hinterland aus. Mit dem im Bau befindlichen Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven gehe das größte Infrastrukturprojekt des Landes gut voran, so der Minister. Bereits jetzt werde über eine Erweiterung des JadeWeserPorts nachgedacht.

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