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Aufschwung der maritimen Wirtschaft

Optimismus bei Schiffbauindustrie

Mittwoch, 08. September 2010

Bei der maritimen Schiffbau- und Zuliefererindustrie macht sich wieder Optimismus breit.

Das Urteil von W. M. van Gulpen, Chairman des europäischen Verbandes der maritimen Zulieferer, European Marine Equipment Council (EMEC), über die derzeitige Marktentwicklung für die europäischen Zulieferer fällt positiv aus: „Die heutigen Aussichten sind besser als noch vor einem Jahr." Die europäischen Equipment-Hersteller sind überzeugt, dass sie ihren gegenwärtigen Marktanteil an der globalen Zulieferindustrie von etwa 40 Prozent halten können und werden.

Auch die europäischen Schiffbauer blicken nach dem für viele Werften schweren Wetter der vergangenen zwei Jahre wieder optimistisch in die Zukunft. Dr. Reinhard Lüken, Secretary General des Dachverbandes der europäischen Schiffbauverbände Community of European Shipyards Associations (CESA), ist sich sicher: „Der Schiffbaumarkt bleibt auch in Europa ein langfristiger Wachstumsmarkt." Und Werner Lundt, Hauptgeschäftsführer des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik e.V. (VSM), interpretiert die Situation in der Schiffbaubranche ebenfalls positiv: „Die Nachfrage nach modernen, wirtschaftlichen Schiffen steigt nach dem Flautenjahr 2009 wieder. Wichtig für den europäischen und deutschen Schiffbau ist eine stabile Nachfrage nach Spezialschiffen und maritimer Hochtechnologie. Und hier sind wir, unterstützt durch den wachsenden Bedarf aus der Offshore-Industrie, auf einem guten Weg."

Parallel zum Aufschwung auf den Schifffahrtsmärkten nahm auch die Schiffbauindustrie 2010 weltweit wieder Fahrt auf. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres holten die Werften laut Clarkson Research Services weltweit immerhin Aufträge für 795 neue Schiffe mit 16,3 Millionen CGT herein, allen voran mit 376 Neubauten und 6,8 Millionen CGT die chinesischen Schiffbauunternehmen, gefolgt von südkoreanischen Werften (268 Schiffe/6,6 Millionen CGT) und Japan (41 Schiffe/0,6 Millionen CGT). Im gesamten Jahr 2009 bestellten die Reeder weltweit lediglich 401 Schiffe mit 7,9 Millionen CGT.

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