WWF beklagt mangelhaften Schutz der Ostsee
Donnerstag, 28. August 2008
Die Maßnahmen der neun Anrainerstaaten zum Schutz der Ostsee sind nach Einschätzung des World Wide Fund for Nature (WWF) mangelhaft. Im aktuellen Länderranking 2008 des WWF sind die Aktivitäten der Staaten bei der Einführung von Schutzgebieten und im Kampf gegen die Zerstörung von Lebensräumen, gegen Überfischung und die Einleitung von Umweltgiften bewertet worden, teilte die Umweltstiftung gestern in Stralsund mit. Die besten Ergebnisse erzielte Deutschland, den letzten Platz belegt Polen. Handlungsbedarf sieht der WWF vor allem in der Fischereipolitik, beim Kampf gegen Umweltgifte und bei der Regulierung der Schifffahrt. Die Kapazität der Fangflotten liege um 30 bis 40 Prozent über dem Niveau für eine nachhaltige Fischerei, beklagte die Umweltorganisation. Durch Ballastwasser von Schiffen seien inzwischen mehr als 100 fremde Arten eingeschleppt worden, die eine erhebliche Gefahr für heimische Arten und Lebensräume darstellten.

