251 Weiterfahrverbote verhängt
15.04.08
Die Wasserschutzpolizei in Schleswig-Holstein hat im vergangenen Jahr allein in der Berufsschifffahrt rund 4000 Schiffe kontrolliert. Den Großteil machten die Seeschiffe mit 3475 Überprüfungen (2006: 3436) aus, zudem wurden 584 Binnenschiffe (390) kontrolliert, wie die Wasserschutzpolizei gestern in Kiel mitteilte. In 251 Fällen waren die Mängel an Bord so gravierend, dass die Beamten neben einer Anzeige ein Auslauf- oder Weiterfahrtverbot ausgesprochen haben. Dies ist ein Anstieg von 24,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Schiffsunfälle stieg 2007 um 41 auf 399. Bei insgesamt 187 Seeschiffsunfällen wurden ein Mensch getötet und acht Personen schwer verletzt. In der Binnenschifffahrt gab es 13 Unfälle, in der Sportschifffahrt waren es 171. Die Gründe für Seeunfälle liegen laut WSP hauptsächlich im menschlichen Fehlverhalten und darüber hinaus im technischen Versagen von Maschinen. Ein anderer Grund sei das Missachten von Schifffahrtsvorschriften. Insgesamt mussten die Beamten im vergangenen Jahr 86 Straftaten (plus 8,9 Prozent) in diesem Bereich bearbeiten, 23 Taten wurden unter Alkoholeinfluss begangen.
Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht".

