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Bergung der Fähropfer aufgegeben

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Donnerstag, 03. Juli 2008

Die philippinische Marine hat den Versuch aufgegeben, hunderte Opfer des verheerenden Fährunglücks zu bergen. Stattdessen soll das Wrack der «Princess of the Stars» nun gehoben werden - ein Prozess, der bis zu drei Monaten dauern kann, wie das Transportministerium am Mittwoch einräumte. Die Bergungsversuche waren vergangene Woche unterbrochen worden, nachdem bekannt geworden war, dass eine hochgiftige Ladung Pestizide an Bord die Taucher in Gefahr bringen könnte.
Die Fähre mit 862 Menschen an Bord war am 21. Juni in schwerem Sturm gesunken. Nur 56 Menschen konnten sich retten. Etwa 250 Leichen wurden an umliegende Strände geschwemmt. Die Angehörigen der mehr als 550 Vermissten verlangten die zügige Bergung der Leichen, um ihnen die letzte Ehre erweisen zu können.
«Wir haben beschlossen, das Schiff zu heben. Das ist das sicherste», sagte eine Staatssekretärin im Transportministerium. «Ich hoffe, die Angehörigen haben Verständnis.» Der Plan, zunächst den Container mit den Pestiziden zu bergen, sei zu risikoreich. Der Fähreigner Sulpicio Lines soll bis Ende der Woche ein Unternehmen dafür bestimmen. Interpol hat bereits ein Team auf die Philippinen geschickt, das bei der Identifizierung der Opfer mit DNA-Analyse helfen soll.