Havarieübung mit acht Schiffen
Freitag, 11. Juli 2008
Der hohe Standard des Katastrophenschutzes auf Nord- und Ostsee durch das deutsche Havariekommando ist nach Ansicht von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) europaweit einmalig. Den Verlauf einer Havarieübung mit Notschleppen und Schadstoffbekämpfung vor Rostock-Warnemünde bezeichnete Tiefensee am Donnerstag als «vollen Erfolg und fehlerlos». Als Übungsszenario wurde eine Kollision zwischen zwei Schiffen angenommen. Rund 150 Personen wurden bei der Übung eingesetzt, dazu kamen acht Schiffe, ein Hubschrauber und ein Ölüberwachungsflugzeug. Das Havariekommando ist eine gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Küstenländer.
Das Seegebiet vor Warnemünde war nach Angaben des Schweriner Umweltstaatssekretärs Karl Otto Kreer wegen der unmittelbarer Nähe zur Kadetrinne ausgewählt worden. Diese Passage ist mit jährlich rund
68 000 Schiffsdurchfahrten eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt. «Weil durch den Ausbau der russischen Spezialhäfen der Rohöltransport über die Ostsee weiter zunehmen wird, steigt auch das Risiko einer schweren Havarie leider an», sagte Kreer. Mecklenburg- Vorpommern habe ein großes Interesse an wirksamen Strategien zur Unfallvorbeugung und -bekämpfung. Diese begännen bei der Durchsetzung von Mehrhüllentankern als künftigem Standard und reiche bis zu einem perfekt organisierten überregionalen Katastrophenschutz.

