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Kein Interesse mehr an Hapag-Lloyd

NOL steigt aus

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Freitag, 10. Oktober 2008

Die Reederei Neptune Orient Lines (NOL) aus Singapur hat kein Interesse mehr an einem Kauf der TUI-Tochter Hapag-Lloyd. NOL zog sich aus dem Bieterverfahren um die Hamburger Reederei zurück. Das teilte NOL am Freitag mit. Damit scheint der Weg frei zu sein für den anderen Bieter, das Hamburger Konsortium um den Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne.

Allerdings könnte die TUI einen Verkauf von Hapag-Lloyd auch noch absagen. Der Reise- und Schifffahrtskonzern wird womöglich schon am Wochenende über den Verkauf der Traditionsreederei entscheiden.

Der Konzern hat für das Wochenende eine Aufsichtsratssitzung angesetzt, ließ TUI-Großaktionär John Fredriksen am Freitag in Oslo mitteilen. Dort werde das Thema Hapag-Lloyd auf der Tagesordnung stehen, sagte Tor Olav Troim, der Partner des norwegischen Reeders. TUI wollte sich nicht dazu äußern.

Nach Aussage von Troim hat Fredriksen nichts gegen einen Verkauf von Hapag-Lloyd, hält ihn angesichts der Lage auf den weltweiten Märkten derzeit aber für "nicht so klug". Es komme auf den Preis an. Fredriksen sei eine Abwicklung in bar wichtig.