24 Besatzungsmitglieder betroffen
Piraten kapern Fischereischiff
Samstag, 15. November 2008
Somalische Piraten haben ein chinesisches Fischereischiff gekapert. Wie chinesische Staatsmedien am Freitag berichteten, brachten die Piraten das Schiff und 24 Besatzungsmitglieder in ihre Gewalt. Auf dem Schiff befanden sich demnach neben Chinesen auch Vietnamesen, Philippiner und Japaner.
Laut der staatlichen Agentur Xinhua wurde das Schiff «Tianyu No. 8» am späten Donnerstag vor der süd-somalischen Hafenstadt Kismanyu abgefangen. Xinhua zitierte einen Piratenführer, wonach die Besatzung wohlauf sei. Er berichtete weiter, dass Schiff sei abgefangen worden, da es in somalischen Gewässern gefischt habe. Dementsprechend solle die Besatzung bestraft werden. Aus dem Verkehrsministerium verlautete dagegen, das Schiff sei vor der kenianischen Küste abgefangen worden. Die Piraten hätten die Besatzung gezwungen, entlang der Küste nach Süd-Somalia zu steuern.
In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Fällen von Piraterie vor der Küste Somalias gekommen. Am Dienstag wurden zwei mutmaßliche somalische Piraten im Golf von Aden von einer britischen Fregatte erschossen. In diesem Jahr wurden im Golf von Aden bereits 30 Schiffe gekidnappt.

