Provokation auf See
Donnerstag, 10. Januar 2008
US-Präsident George W. Bush sieht in dem jüngsten Zwischenfall im Persischen Golf, bei dem iranische Boote US-Marineschiffe bedroht hatten, einen "provokativen Akt". Bush sprach vor Journalisten von einer "gefährlichen Situation" und fügte hinzu: "Sie (die Iraner) hätten das nicht tun sollen."
Fünf Schnellboote der iranischen Revolutionsgarden hatten sich nach US-Militärangaben am Sonntag in der Straße von Hormus drei amerikanischen Marineschiffen bedrohlich genähert. In einem Funkspruch wurde zudem damit gedroht, die Schiffe in die Luft zu sprengen. Außerdem seien kastenförmige Gegenstände ins Wasser gelassen worden. Die US-Besatzung stand kurz davor, die Boote unter Beschuss zu nehmen, als sie plötzlich abdrehten.
Das Pentagon veröffentlichte ein Video, dass die kleinen Boote beim Umkreisen der US-Marineschiffe mit hoher Geschwindigkeit zeigte. Zu hören war auch eine Stimme, die den Amerikanern per Funk drohte: "Ihr werdet explodieren." Einer der US-Offiziere forderte die Iraner auf, sich zu identifizieren und den Kurs zu ändern. Andernfalls wären die Amerikaner zu "Verteidigungsmaßnahmen" gezwungen. Daraufhin drohten die Iraner via Radio: "Ihr werdet in wenigen Minuten explodieren." Dann drehten die Boote ab.

