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300 Millionen Euro für Schienenverkehr

Sofortprogramm stärkt Seehäfen

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Freitag, 24. Oktober 2008

Zur Beseitigung von Engpässen bei der Schienenanbindung der Häfen starten Bund und Deutsche Bahn AG ein über 300 Millionen Euro umfassendes Sofortprogramm. Der Bund gebe dazu 255 Millionen Euro, die Bahn zusätzliche Eigenmittel in Höhe von 50 Millionen Euro, teilte der Parlamentarische Staatssekretär Achim Großmann (SPD) am Freitag beim Start des ersten Teilprojekts im Duisburger Hafen mit. Mit dem Programm für den Seehafen-Hinterlandverkehr sollen Bahnstrecken modernisiert und mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden. «Das entlastet die Straßen, schont Umwelt und Klima und sichert die Lebensqualität der Menschen.»

«Für den Exportweltmeister Deutschland sind leistungsfähige Schienenwege zu den Seehäfen von großer Bedeutung», erklärte Großmann. Unter Hochdruck würden 24 Vorhaben angepackt, um die Verbindungen zu den Häfen auszubauen. «Dabei berücksichtigen wir nicht nur die wachsenden Gütermengen, die aus Hamburg, Bremen, dem neuen Jade-Weserport in Wilhelmshaven und anderen deutschen Häfen Richtung Süden transportiert werden. Wir haben auch den Schienenverkehr aus den belgischen und niederländischen Häfen im Blick.»

Die Hafenanbindungen sind Teil des von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) kürzlich vorgelegten «Masterplans» vor allem zur Bewältigung der rasant steigenden Gütertransportmengen. Das jetzt in Duisburg begonnene Projekt «Westliche Ruhr» ist nach Aussage des Staatssekretärs mit Investitionen von knapp 60 Millionen Euro das umfangreichste Teilprojekt des Sofortprogramms.