Streik im Lübecker Hafen
15.02.08
Ein neunstündiger Warnstreik hat am Donnerstag für Behinderungen im Lübecker Hafen geführt. Rund 550 Beschäftigte der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) und mehrerer Servicegesellschaften beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft ver.di an der Aktion, mit der sie ihre Forderung nach Arbeitsplatzgarantien bekräftigen wollten. Durch den Warnstreik wurden nach Gewerkschaftsangaben mindesten 15 Schiffe nicht oder mit Verspätung abgefertigt. Der Geschäftsführer der LHG, Hans-Gerd Gieleßen warnte vor einem Imageverlust des Hafens und der Abwanderung von Kunden.
«Ein dauerhaftes Abwandern von Tonnage führt unweigerlich zu Arbeitsplatzverlusten und einem negativen Betriebsergebnis», sagte Gieleßen. Die LHG hatte am Montagabend die Tarifgespräche über eine Arbeitnehmersicherung unterbrochen, mit der betriebsbedingte Kündigungen nach einem Einstieg privater Partner in die bislang städtische Hafengesellschaft verhindert werden sollen. Die Lübecker Bürgerschaft will am 4. März über einen Verkauf von 25,1 Prozent der LHG-Anteile abstimmen.
Er sei sich sicher, dass man im Tarifstreit zu einer einvernehmlichen Lösung kommen werde, sagte Gieleßen am Donnerstag. «Arbeitskampfmaßnahmen verschärfen die Situation allerdings dramatisch und behindern die Kompromissfähigkeit der Verhandlungspartner», sagte der Hafenchef.

