Baggerbeginn vor Ende 2009 geplant
Unterlagen zur Elbvertiefung liegen erneut aus
Dienstag, 07. Oktober 2008
Die geplante Elbvertiefung kommt einen Schritt voran. Ab heute liegen die Planunterlagen ein zweites Mal öffentlich aus, teilte die Hamburger Wirtschaftsbehörde am Montag mit. In den neuen Plänen seien Bedenken vor allem aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein gegen die Maßnahme teilweise aufgenommen worden.
Hamburg will die Fahrrinne der Elbe soweit vertiefen, dass sie tideabhängig von Schiffen mit einem Tiefgang bis zu 14,50 Meter befahren werden kann. Reeder und Hafenbetriebe unterstützen die Planungen, damit Hamburg auch die größten Containerschiffe mit mehr als 10 000 Standardcontainern (TEU) an Bord zuverlässig abfertigen kann. Umweltschützer und die Elb-Gemeinden, vor allem auf der niedersächsischen Seite, sind gegen die Maßnahme.
Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens lagen die Unterlagen bereits im Frühjahr 2007 aus. Damals reichten Bürger und Betroffene 5200 Einwendungen gegen die Vertiefung der Fahrrinne ein. Die überarbeiteten Planungen halten im wesentlichen an dem Ziel fest, die Elbe wie vorgesehen zu vertiefen. Vor allem aus Gründen des Naturschutzes verzichten die Planungen nun auf Ufervorspülungen vor dem Nordufer der Elbe und weisen teilweise neue Flächen für die Ablagerung des Baggergutes aus. Zudem seien der landespflegerische Begleitplan überarbeitet und die Anwendung der Flora-Fauna - Habitatrichtlinie der EU nochmals überprüft worden. Zu weitreichenden Änderungen habe das nicht geführt.
Die Unterlagen können in den Gemeinden entlang der Elbe bis zum 6.
November angesehen werden; für Einwendungen endet die Frist am 20.
November. Zusätzlich sind die Unterlagen im Internet abrufbar. Nach den Planungen soll im Frühjahr eine Reihe von Erörterungsterminen in den Gemeinden folgen. Im Sommer des nächsten Jahres sei der offizielle Planfeststellungsbeschluss zu erwarten und die Baggerarbeiten sollen noch vor dem Ende des kommenden Jahres beginnen.

