"Fall Beluga": Schiffbauverträge im Gerichtssaal
„Es gab eine Konkurrenz zwischen Mutter und Tochter“, sagte Stolberg vor dem Landgericht Bremen. Dort sind am Dienstag zahlreiche Urkunden ausgewertet worden, die im Großformat auf eine Leinwand projiziert wurden. Es ging um Bauverträge mit einer Werft in China, Vereinbarungen mit der niederländischen Werft Volharding, Stundungsabkommen und Darlehensverträge. Dem Prozess liegen 42 Ordner mit über 10.000 Seiten Akten und Hunderte Ordner mit Beweismaterial zugrunde.
Stolberg zeigte sich zuversichtlich, dass sich der Kreditbetrug-Vorwurf gegen ihn nicht halten lasse. Er verwies auch auf einen Zeugen der Werft Volharding, der die von der Anklage kritisierte Finanzierungspraxis bei Beluga als „branchenüblich“ bezeichnet hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft Stolberg vor, höhere Investitionsvolumen für Schiffsneubauten vorgetäuscht und so Banken zu höheren Darlehensvergabe gebracht zu haben. lni/FBi
