Salamon: Erste Übernahme eines Schiffs seit fünf Jahren
Die Salamon AG hat erstmals seit fünf Jahren ein neues Schiff erworben.
Die Übernahme der 2009 gebauten „Vega Mercury“ erfolgte im Januar, teilte das Dortmunder Unternehmen mit. Der 1118-TEU-Containerfrachter fährt im Liniendienst für die Reederei MSC und ist Mitglied in einem Pool von zehn Schiffen der 1000-TEU-Klasse. Die Bereederung liegt bei der Hamburger Vega Reederei.
Die Bilanz der Salamon-Flotte für das vergangene Jahr ist zweigeteilt. Die Tanker der Gesellschaft profitieren von den festen Charterraten durch die vorzugsweise kurzfristige Beschäftigung. Die Panamaxe erzielten Tagesraten zwischen 22.100 und 26.700 Dollar. Aframaxe kamen auf durchschnittlich 23.500 Dollar, Suezmaxe auf 32.600 Dollar. Die höchs ten Einnahmen vor Poolung erzielte der Suezmaxtanker „Astra“, der im Blue Fin Pool im Jahresdurchschnitt 37.600 Dollar einfuhr.
„Völlig unbefriedigend“ dagegen waren insbesondere im zweiten Halbjahr die Charterraten für die größeren Bulkerklassen. Im November wurde der Panamaxbulker „Brunhilde Salamon“ in einem sehr schwierigen Umfeld veräußert, so Salamon. Die Übergabe an die chinesischen Käufer erfolgte im Januar.
Beim Panamaxtanker „Fedor“ erfolgte jetzt vorzeitig die letzte Tilgung des Darlehens. „Auf Vorgabe der Banken waren oder sind Auszahlungen größtenteils nicht zulässig“, sagte Salamon-Vorstand Christian Salamon. Das führe zu einer schnelleren Entschuldung. „Wir sind im Endspurt bei vier Schiffen. In diesem Jahr werden wir neben dem Panamaxtanker einen Aframax und zwei Suezmaxe entschulden.“ Nach der „Fedor“ würden in Kürze die Suezmaxe „Voyager“ und „Astra“ ihre letzten Tilgungsraten leisten.
Drei der sieben Tanker konnte die Krise bislang ohne Kapitalmaßnahmen durchfahren. Die Gesellschaften der anderen vier Einheiten mussten saniert werden. 2015 erfolgten die ersten Auszahlungen auf das Neukapital, das 2013 eingezahlt worden war. Dabei leisteten die Suezmaxtanker jeweils 30 Prozent. Für 2016 erwartet Salamon Auszahlungen zwischen vier und acht Prozent auf das Altkapital bei fast allen Tankerfonds, dazu acht bis 30 Prozent auf das Erhöhungskapital.
Die Flotte der Salamon AG als reedereiunabhängiger Assetmanager von Schifffahrtsgesellschaften umfasst zehn Einheiten mit einer Tragfähigkeit von insgesamt 1,06 Millionen tdw. fab
