Kokain-Funde in Emden und Hamburg

Doppelerfolg für deutsche Zollfahnder: In Hamburg und in Emden konnten sie jetzt 26 beziehungsweise 90 Kilogramm Kokain sicherstellen. In beiden Fällen waren die Drogen in den Motorräumen von Baufahrzeugen versteckt, die auf Schiffen nach Deutschland transportiert wurden.

Der 213 Meter lange, unter der Flagge Gibraltars fahrende RoRo-Frachter „Grande Atlantico“ (IMO 9130951) machte am Abend des 18. März aus Brasilien kommend im Hamburger Hafen fest. An Bord des Schiffes befanden sich insgesamt 49 Baufahrzeuge, die die Zollbeamten aufs Gründlichste durchsuchten. Dabei fanden sie 26 Kokainpakete, in zwei Plastikbeuteln verpackt, im verschlossenen Motorraum eines Baufahrzeugs. Der dazugehörige Schlüssel steckte verplombt im Schloss des Baggers, der weiter nach Antwerpen gebracht werden sollte. Das Kokain wurde beschlag nahmt.

Bei einer im Drogenmilieu üblichen drei- bis fünffachen Steigerung des Volumens hätten die Rauschdrogen einen Straßenverkaufswert von etwa 5,5 Millionen Euro gehabt. Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Hamburg übernommen.

Sogar rund 90 Kilogramm Kokain fanden Zollfahnder aus Hannover und Oldenburg im Emder Hafen auf dem 214 Meter langen RoRo-Frachter „Grande Amburgo“ (IMO 9246607). Die Drogen seien ebenfalls in den Motorräumen von Straßenbaumaschinen gefunden worden, teilte das Zollfahndungsamt Hannover jetzt mit. Die Fahnder waren auf das in Italien regis trierte Schiff durch Hinweise von ausländischen Behörden aufmerksam geworden. Nachdem das Schiff am 23. März in Emden eingelaufen war, gingen die Einsatzkräfte mit Spürhunden an Bord. Der Straßenverkaufswert der gefundenen Kokainmenge beträgt nach Zollangaben etwa fünf Millionen Euro.

Bereits vor drei Wochen hatten die Hamburger Zollfahnder auf der aus Brasilien kommenden „Grande Brasile“ der Reederei Grimaldi 116 Kilogramm Kokain sicherstellen können – ebenfalls in einem Baufahrzeug versteckt (THB 21. März 2016). „Es scheint, als habe diese Transportweise System. Deshalb haben wir mit unserem Info-Team ein verstärktes Auge darauf“, so Udo Storch, Pressesprecher des Hauptzollamtes Hamburg-Hafen am Donnerstag gegenüber dem THB. bre/lno

Teilen
Drucken

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Kundenservice

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne.

Nach oben