Maritime Verwicklungen

Im Zuge der Enthüllungen durch die „Panama Papers“ sind jetzt Namen von Akteuren der maritimen Wirtschaft bekannt geworden, die an dem umstrittenen Offshore-System über Firmen in Panama beteiligt sein sollen. Betroffen ist beispielsweise die ukrainische Kaalbye-Gruppe, berichtet der NDR, der zusammen mit WDR und „Süddeutscher Zeitung“ maßgeblich an der Auswertung der umfangreichen Daten der „Panama Papers“ beteiligt ist. Schiffe der Kaalbye-Gruppe sollen in fragwürdige Waffengeschäfte verwickelt gewesen sein. So sei Kaalbye mit der Affäre um die „Faina“ verknüpft, berichtet der NDR. Im September 2008 wurde der Frachter auf dem Weg von der Ukraine in den kenianischen Hafen Mombasa von somalischen Piraten gekapert. An Bord der „Faina“ befanden sich 33 russische Kampfpanzer (THB 8. Oktober 2010). Bis heute ist der Verdacht nicht ausgeräumt, dass die Panzer für den Bürgerkrieg im Süd-Sudan bestimmt waren. Auch Berenberg rückt im Fall Kaalbye in den Fokus, da die Hamburger Privatbank nach Auswertungen der „Panama Papers“ die ukrainische Unternehmensgruppe als Kunden akzeptierte, obwohl Verdachtshinweise auf Waffenschieberei bestanden, so der NDR. Zu den Kunden in der Schiffsabteilung von Berenberg habe auch „Unternehmer B.“ gezählt, der mit dem im Sommer 2009 für drei Wochen von der Bildfläche verschwundenen Holzfrachter „Arctic Sea“ in Verbindung gebracht wurde (THB 29. Oktober 2009). Der Unternehmer bestreite einen Zusammenhang. fab

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