Museumsfrachter mit Mängeln

Die 159 Meter lange „Cap San Diego“ liegt bis zum 23. März bei German Dry Docks, Foto: Lang
Das Hamburger Museumsschiff „Cap San Diego“ wird bei German Dry Docks in Bremerhaven drei Wochen überholt.
Am Rumpf wurde bereits der Muschelbewuchs abgekratzt und mit einem Hochdruckreiniger abgewaschen. „Der Kalk muss runter, sonst kann keine neue Farbe rauf“, sagte der Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft, Jens Weber. Auch wurden beide Anker mit ihren 300 Meter langen Ketten im Dock ausgelegt, um ihre Stabilität zu überprüfen. Das Schiff ist der größte noch fahrtüchtige zivile Museumsfrachter der Welt. Damit das so bleibt, muss er regelmäßig überholt werden. Für die Klasseerneuerung durch den DNV GL stehen zahlreichen Arbeiten an. Die Kosten dafür belaufen sich auf eine Million Euro. 400.000 Euro stammen aus dem Denkmalschutzprogramm des Bundes, den Rest trägt die Stiftung Hamburger Admiralität als Eignerin. Tanks müssen gereinigt und ihre Dicke gemessen werden, Ladegeschirr getestet und in einem Zwischendeck 80 Quadratmeter rostiger Stahl ersetzt werden.
Die „Cap San Diego“ ist das letzte noch erhaltene Schiff einer Serie von sechs schnellen Stückgutfrachtern, die 1961/62 für die Reederei Hamburg Süd gebaut wurde und bis 1981 vor allem nach Südamerika fuhr.
Seit 1988 liegt der Veteran an der Hamburger Überseebrücke, fährt aber regelmäßig nach Cuxhaven, Kiel, Wismar, Helgoland und Bremerhaven. Im Anschluss an den Werftaufenthalt wird die „Cap San Diego“ am 23. März mit 500 Gästen an Bord auf der Weser nach Bremen und wieder zurück nach Bremerhaven fahren. lni/FBi
