„Planet“ noch bis Mai in der Werft

Wehrforschungsschiff „Planet“ mit frischem Rumpfanstrich auf der Stralsunder Volkswerft, Foto: PSW
Viele werden das blau-weiße Schiff im Kranzfelder Hafen schon längst vermissen und sich fragen, wo es denn seit November vergangenen Jahres stecken mag.
Immerhin ist die mit 3500 Tonnen vermessene „Planet“ nicht nur das Flaggschiff der Eckernförder Marine-Flotte, sondern auch das modernste Forschungsschiff der NATO.
Auch die Wehrtechnische Dienststelle WTD 71 erwartet das SWATH(Small- Waterplane-Area-Twin-Hull)-Spezialschiff mit den zwei Unterwasser-Schwimmkörpern dringend zurück, wie eine Sprecherin betonte, „denn so müssen jede Menge wichtige Aufgaben im Arbeitsbereich Wasserschall und Geophysik erst mal liegen bleiben“.
Die „Planet“ soll noch bis Anfang Mai auf der Stralsunder Volkswerft bleiben. Nach mehreren Auslands einsätzen vor den USA und im Mittelmeer wurde sie am Strelasund überholt und ihre Klasse erneuert. Eigentlich sollten die 830 WTD 71-Mitarbeiter schon im Februar wieder auf ihre für Seeversuche dringend benötigte schwimmende Arbeitsplattform zurückgreifen können. Der Termin musste aber mehrfach verschoben werden.
Es gebe, so ein Werftmitarbeiter, immer wieder Verzögerungen bei der Zulieferung von Spezialteilen wie jetzt bei der Radaranlage. Hinzu kommen auch, wie zu erfahren war, langwierige Beschaffungswege, was mit der bundeswehrinternen Verwaltungsstruktur zusammenhänge. Mit der Werft habe das nichts zu tun, die von Eckernförder Marineschiffen immer wieder angelaufen werde, weil sie mit Schiffslift und großer Schiffbauhalle besonders gut geeignet sei für die anfallenden Spezialarbeiten. Die „Planet“ ist jetzt zum fünften Mal in der Hansestadt, in der sich die Besatzung schon fast wie zu Hause fühle. Auch das 1000-Tonnen-Mehrzweckschiff „Krons ort“ ist ein treuer Gast am Sund, wo es seit November grundüberholt worden ist und jetzt hinter seinem Heimathafen-Liegeplatz-Nachbarn „Planet“ auf den Rückmarsch in die Heimat wartet.
Neben den beiden Eckernförderinnen liegen auch die Wilhelmshavener Marine-Schlepper „Knechtsand“ und „Scharhörn“ auf der Volkswerft, die die vier Aufträge gegen harte Konkurrenz an Land ziehen konnte. psw/FBi
