Kieler Admiral führt „Atalanta“

Foto: Behling
Mit einer Zeremonie im ostafrikanischen Dschibuti hat Flottillenadmiral Jan C. Kaack jetzt das Kommando über die EU-Operation „Atalanta“ übernommen.
Für die Aufgabe am Horn von Afrika tauscht der 53-Jährige für fünf Monate sein Büro in Kiel gegen eine Kammer auf der Fregatte „Bayern“ ein.
Die Mission „Atalanta“ war 2008 zur Eindämmung der Piraterie von der Europäischen Union gestartet worden. Ihre Hauptaufgabe ist die Sicherung des wichtigen Seewegs durch den Golf von Aden zum Suezkanal.
Eigentlich ist Kaack Kommandeur der Einsatzflottille 1 in Kiel, des größten Verbandes der Deutschen Marine. In Dschibuti löst er den italienischen Flottillenadmiral Stefano Barbieri ab, der den Verband seit Oktober vorigen Jahres befehligt hat. „Ich bin stolz, Verbandsführer der Operation
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Atalanta
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zu werden. Zwar gab es in letzter Zeit keine erfolgreichen Akte der Piraterie mehr; das bedeutet aber nicht, dass die Bedrohung durch Piraterie weg ist“, sagte Kaack bei der Übergabe des Kommandos. Es müsse jetzt mit Wachsamkeit und Zusammenarbeit die Sicherheit auf See in der Region aufrechterhalten werden, so Kaack in seiner Ansprache.
In der Geschichte der Anti-Piraterie-Mission ist Kaack der dritte deutsche Admiral an der Spitze des Verbandes. Insgesamt ist er seit Aufstellung der Mission der 21. „Atalanta“-Kommandeur.
Dem Kieler Admiral stehen für seine Aufgabe in den kommenden Wochen nur begrenzte Mittel zur Verfügung. Der einst aus sechs bis acht Einheiten bestehende Verband umfasst derzeit nur noch zwei Aufklärungsflugzeuge und drei schwimmende Einheiten. Neben der Fregatte „Bayern“ sind dies die Fregatten „Tornado“ (Spanien) und „Carabinieri“ (Italien). bre/FB
