Erste Patente für Frauen

Südafrikanische Behörden und die IMO fördern den Einstieg von Frauen in maritime Berufe (Bild: SAMSA)
Im Bemühen, den maritimen Sektor zu entwickeln, hat Südafrika einen – auch für den ganzen Kontinent – bedeutenden Schritt gemacht: Erstmals wurde drei farbigen Frauen das Kapitänspatent verliehen.
Tshepo Motloutsi und Thembela Taboshe sind mittlerweile bei der South African Maritime Safety Authority (SAMSA) angestellt und haben dort das Kommando über Vermessungsschiffe, die im Hafen von Durban stationiert sind. Die dritte, Pretty Molefe, arbeitet für die National Ports Authority (NPA). Sie ist dort die zweite Frau in einer leitenden maritimen Funktion: Schon im Mai wurde Pinky Zungu von der TNPA als stellvertretende Hafenmeisterin in Durban benannt. Sie war im Jahr 2011 die erste farbige Frau, die einen Nautik-Studiengang absolviert hat. Als Lotsin brachte sie nur eine Woche nach ihrem Abschluss die „MSC Chicago“ (IMO 9290555) durch südafrikanische Gewässer.
Wie in vielen anderen Ländern gilt auch in Südafrika die Ausbildungslage für maritime Berufe als kritisch. Die SAMSA drückte in einer Stellungnahme die Hoffnung aus, dass mit der Ausbildung der drei Frauen eine Initialzündung für eine Ausbildungsinitiative gegeben werden könnte. Die IMO unterstützt die Bemühungen mehrerer afrikanischer Länder, maritime Berufsperspektiven zu entwickeln. pk

