Seeschifffahrt sucht Nachwuchs

Die deutsche Seeschifffahrt muss um Nachwuchs kämpfen. Das sagte jetzt der Geschäftsführer der Berufsbildungsstelle Seeschifffahrt, Holger Jäde. „Es gibt immer noch genügend Reedereien, die ausbilden. Es gibt auch immer noch genügend Firmen, die junge Menschen behalten und fördern bis zum Offizier“, so Jäde. „Aber wir haben zurzeit einfach nicht ausreichend Bewerber, um eine gute Auswahl zu haben.“

Auf der Suche nach Kandidaten besuche die Berufsbildungsstelle viele Messen – an der Küste wie im Binnenland. „Wir stellen fest, dass man mit persönlichen Gesprächen auf den Berufsinformationsmessen am meisten erreichen kann“, betonte Jäde. Ein anderer Weg sei das „Ferienfahrer“-Programm des Verbands Deutscher Reeder. Dabei können Schüler in den Ferien auf Handelsschiffen die Arbeit auf See erleben.

Die Berufsbildungsstelle ist im Auftrag von Bund, Ländern, Reedereien und Gewerkschaften zuständig für den Lehrberuf des Schiffsmechanikers. Derzeit seien 349 Mechaniker in Ausbildung, dazu 170 nautische und 27 technische Schiffsoffiziersassistenten. Für angehende Kapitäne oder Leiter der Maschinenanlage ersetzen diese Ausbildungen einen Teil des Fachhochschulstudiums. Durch den Verkauf von Hamburg-Süd an Maersk seien Lehrstellen in Deutschland verloren gegangen, so Jäde. lni/fab

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