Bremen kämpft gegen Fachkräftemangel

Qualifizierung und Weiterbildung zählen zu den Eckpunkten der Bremer Fachkräftestrategie, Foto: WFB/Frank-Thomas Koch
Der künftige Erfolg Bremens als Wirtschafts-, Industrie- und Innovationsstandort hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit qualifizierter und hoch qualifizierter Fachkräfte ab.
Das sagte Bremens Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen Martin Günthner mit Bezug auf die von ihm vorgelegte Fachkräftestrategie für das Land Bremen, der am Mittwoch auch die staatliche Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen zugestimmt hat. „Fachkräftesicherung ist eine der zentralen arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen, der wir nur politikfeldübergreifend erfolgreich begegnen können“, so Günthner.
Im Zuge des demografischen Wandels sei in den kommenden Jahren von einem starken quantitativen sowie strukturellen Wandel des Fachkräfteangebots in Bremen auszugehen. Vor diesem Hintergrund hat der Senat bereits 2015 die „Strategie zur langfristigen Sicherung des Fachkräfteangebots im Land Bremen“ beschlossen. Diese wurde nun durch den Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen grundlegend überarbeitet und an die aktuellen Rahmenbedingungen des Arbeitsmarkts und des demografischen Wandels angepasst.
Eckpunkte der überarbeiteten Fachkräftestrategie sind unter anderem die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, eine Neuausrichtung des Standortmarketings, der Fokus auf Qualifizierung und Weiterbildung mit einer Stärkung der digitalen Kompetenzen, der Ausbau der Beratungsangebote für Betriebe sowie der Stärkung des Dialogs mit den Unternehmen. „Mit einigen dieser Eckpunkte befinden wir uns bereits mitten im Prozess und in der Umsetzungsphase“, berichtete Günthner. Beispiele seien die Einführung der Aufstiegsfortbildungsprämie, die Fortführung der Ausbildungsgarantie, die Stärkung der Jugendberufsagenturen, die Entwicklung einer Standort- und Arbeitgebermarke und des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Bremen. bek
