China tickt einfach anders

Reisen bildet – und erweitert den Horizont, meint die Staatliche Berufsschule Berliner Tor (HBT) in Hamburg, an der seit Jahrzehnten ein Großteil der deutschen Schifffahrtskaufleute-Azubis das nötige theoretische Rüstzeug für die berufliche Laufbahn erhält.

Für Andreas Förster, Oberstudienrat und Fachlehrer an der auch „H 18“ genannten Bildungseinrichtung, ist die Schule ein ganz wichtiger Teil seines Lebens: Denn noch bevor absehbar war, dass er einmal als Berufsschullehrer unterwegs sein würde, war er bereits in der HBT. Wie zahlreiche seiner Kollegen hat auch Förster vor dem Lehramtsstudium einen praktischen Beruf erlernt: Schifffahrtskaufmann bei der Traditionsreederei Hamburg Süd. Das war 1976. „Insofern kann ich in diesem Jahr gewissermaßen mein 40-jähriges Schuljubiläum feiern“, berichtet er dem THB.

Seit 1987 ist der heute 60-Jährige als Lehrer an der HBT tätig. Daneben gilt Förster auch als Reise-Pionier. Denn auf sein Betreiben hin erfolgte 2005 die erste Exkursion mit jungen Schifffahrtskaufleuten nach China. 2015 dann konnte ein kleines Jubiläum gefeiert werden: die zehnte Fachreise in das bevölkerungsreichste Land der Erde. „China ist im Prinzip schon heute die wichtigste Volkswirtschaft. Jeder erfolgreiche Kaufmann im maritimen Transportbereich muss wissen, was in China läuft und wie man dort ‚tickt‘. Uns geht es dar um, dieses Wissen zu vermitteln. Natürlich sind aber auch Aspekte der Völkerverständigung, des Kulturaustauschs und des Aufbaus beruflicher Perspektiven und Kontakte von herausragender Relevanz“, hatte Förster im THB-Gespräch im vergangenen Jahr zu Protokoll gegeben. Auch als Pri vatmann steht Förster dem Land und seinen Menschen besonders nahe. Denn seine Frau ist Chinesin.

Wie in den Vorjahren war auch die Exkursion 2015 wieder ein voller Erfolg. Knapp 40 junge Frauen und Männer nutzten das Reiseangebot. Einen Teil ihrer Eindrücke hielten sie in einem großen Reisebericht auf knapp 35 Seiten fest. Förster: „Wir hatten vor Reiseantritt festgelegt, wer welches Thema bearbeitet. Das hat sich wieder bewährt.“ Das gedruckte Ergebnis kann sich sehen – und auch lesen lassen. Denn als am Mittwoch dieser Woche die Abschlusszeugnisse der Ex-Azubis ausgeteilt wurden, hatte Andreas Förster noch etwas Besonderes mit dabei: den Bericht der Studienfahrt nach China, und zwar druckfrisch. EHA

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