Gefragte Fachkräfte

Das vom Bundestag beschlossene Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das auch qualifizierten Arbeitnehmern aus Nicht-EU-Staaten den Weg nach Deutschland ebnen soll, ist für die norddeutsche Industrie ein gutes Signal.

Die Beschränkung auf Engpassberufe soll demnach ebenso entfallen wie die Vorrangprüfung, bei der untersucht wird, ob auch Deutsche oder andere EU-Bürger für eine Stelle infrage kommen.

„So könnte es uns auch im Norden gelingen, erfolgreicher Mint-Stellen zu besetzen, von denen in ganz Deutschland mehr als 300.000 offen stehen“, sagte Dr. Nico Fickinger, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Nordmetall und AGV Nord, am Dienstag bei der Arbeitsmarkttagung „Fachkräftesicherung heute und morgen“. Im Hamburger Haus der Wirtschaft diskutierten mehr als 60 Experten aus Industrie und Personalwirtschaft, von Arbeitsagentur (BA) und dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln über Zuwanderung, Digitalisierung und Employer Branding als Rezepte zur Fachkräftesicherung.

„Schätzungsweise 114.000 Zuwanderer aus der EU und noch einmal 146.000 aus Drittstaaten braucht Deutschland jährlich für einen erfolgreichen Ausgleich des demografischen Wandels“, sagte Fickinger und betonte: „Nur gut gesteuerte Zuwanderung mit Entbürokratisierung, eine rasche Digitalisierung und ein geschicktes ‚Employer Branding‘ werden uns befähigen, diese Aufgabe zu bewältigen.“ bek/bdt

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