„Logistik bleibt spannende Arbeitswelt“

Kraftprotze am Werk: Wie ein Reachstacker arbeitet, erlebten die Gäste bei der LHG, Foto: LHG
Erfolg auf breiter Front: Der Tag der Logistik 2016 lockte in diesem Jahr mehr als 40.000 junge Menschen auf Terminals, in Häfen oder in Speditions unternehmen.
Knapp 670 Unternehmen an der Waterkant und im Binnenland beteiligten sich an dem großen Schau- und Informationstag. „Diese Reichweite und das große Engagement der einzelnen Veranstalter machen den Aktionstag zur zentralen gemeinsamen Informationsplattform des Wirtschaftsbereichs“, hebt die Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) hervor. Sie ist Initiator und Koordinator der in dieser Ausprägung auch im grenzüberschreitenden Vergleich einzigartigen Veranstaltung. Prof. Raimund Klinkner, BVL-Vorstandsvorsitzender: „Wenn wir über Logistik sprechen, dann meinen wir komplexe Vorgänge, die eine immense Bedeutung für die Wirtschaft, aber auch für das tägliche Leben jedes einzelnen Menschen haben.“ Das Besondere an der Branche: Sie lebt von der starken Vielfalt der Berufe. Klinkner: „Eigentlich ist für jedes Talent eine inter essante berufliche Herausforderung dabei.“ So seien es nicht nur die Absolventen aus den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), die gesucht würden. Auch die wirtschaftsorientierten kaufmännischen Bildungsgänge seien stark nachgefragt. „Nachhaltigkeit durch Effizienz“ könne eben nur fächerübergreifend realisiert werden, so Klinkner weiter. In den eher operativen Tätigkeiten arbeiteten heute Kaufleute, Techniker und Materialfluss-Spezialisten Hand in Hand zusammen.
Sehr zufrieden mit dem diesjährigen Aktionstag ist auch die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG), zu deren Kerngeschäft neben dem Umschlag auch die Logistik, etwa bei Forstprodukten, gehört. „Das ungebrochene Interesse der Lübecker freut uns natürlich sehr“, kommentierte Sebastian Jürgens, Geschäftsführer der LHG, den Tag.
Mehr als 160 Gäste nutzten die Möglichkeit, einen Blick auf die operativen Abläufe im Hafen zu werfen. Am größten LHG-Terminal, dem Skandinavienkai in Travemünde, erlebten die Besucher den Einsatz von schwerem Umschlaggerät – und waren begeistert. „Ich habe im Fernsehen mal einen Beitrag über den Hamburger Hafen gesehen, das war schon inter essant. Aber es ist etwas ganz anderes, mittendrin im Geschehen zu stehen“, staunte eine Teilnehmerin. Auch an den Stadtterminals des Traditionsunternehmens gab es viel zu erleben. Der Tag der Logistik motiviert dabei auch die Beschäftigten der LHG. Jürgens: „Unsere Mitarbeiter erzählen immer wieder gern etwas aus ihrem Erfahrungsschatz.“ EHA
