Tarifdurchbruch in Cuxhaven
Wichtiger Meilenstein für den Windkraft-Standort Cuxhaven: Für die künftig bis zu 1000 Beschäftigten in dem neuen Windturbinen-Werk von Siemens gelten künftig die tariflichen Standards der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie.
Darauf einigten sich das Unternehmen, der Betriebsrat, die IG Metall Küste und der Arbeitgeberverband Nordemetall nach Gesprächen in den vergangenen Monaten. Das teilten die verschiedenen Spitzenvertreter am Freitag mit.
Mit der Tarifbindung für das Werk setze Siemens „Standards für die Windindustrie, denn die Beschäftigten arbeiten nach dem Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie und werden auch so bezahlt“, hob Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, hervor. Dr. Peter Schlaffke, stellvertretender Nordmetall-Hauptgeschäftsführer, wies darauf hin, dass in dem Vertragswerk „die tariflichen Regelungen für den Fertigungshochlauf angepasst wurden, um Kapazitäten zu schaffen und eine größere Arbeitszeitflexibilität zu ermöglichen“.
Siemens will 200 Millionen Euro ins neue Werk investieren, das auf einem 17 Hektar großen Grundstück entsteht. EHA

