BDB fordert Nachbesserungen bei Nationalem Hafenkonzept
Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) hat sich für Nachbesserungen beim Nationalen Hafenkonzept ausgesprochen.
Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Stellungnahme zum Entwurf des Bundesverkehrsministeriums hervor. Die Binnenschifffahrt müsse stärker im Konzept berücksichtigt werden, fordert der BDB. Auffällig sei, dass die Entwicklung der deutschen Seehäfen stärker in den Fokus gerückt werde als die der Binnenhäfen. Das werde der großen Bedeutung der Hafenstandorte im Binnenland für die Sicherung von Arbeitsplätzen und der Stärkung der Wirtschaft in den umliegenden Regionen jedoch nicht gerecht.
Viel zu kurz komme insbesondere der Aspekt, dass die ZARA-Häfen (Zeebrugge, Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam) durch Kapazitätserweiterungen enorme Impulse für die Binnenschifffahrt auslösen. „Angesichts der Tatsache, dass diese Häfen durch ihre Hinterlandverkehre für einen großen Teil des Güteraufkommens im Rheinstromgebiet sorgen, ist eine Fokussierung beinahe rein auf die deutschen Seehäfen unverständlich“, so der BDB. Es sei nicht zu erwarten, dass dort geplante Investitionen der Binnenschifffahrt im Westen Deutschlands, wo sie einen überdurchschnittlich hohen Modal Split aufweist, so stark zugute kommen wie jetzt schon getätigte Investitionen in den niederländischen und belgischen Seehäfen.
Die niederländischen Häfen spielten schließlich „eine gewichtige Rolle beim Zustandekommen des deutsch-niederländischen Handelsvolumens. Der Verband bedauert zudem, dass die Förderrichtlinie zu Umschlagstellen des Kombinierten Verkehrs zunächst nur um ein Jahr und nicht um mehrere Jahre verlängert werden soll, und hat darum gebeten, den Förderkatalog um Maßnahmen wie die langfristige Vermietung und Verpachtung zu erweitern. Zu begrüßen sei, dass im Entwurf des Hafenkonzepts auf die Schaffung neuer Stellen bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung für dringend benötigte Ingenieure im Bereich Planung hingewiesen werde. fab


