Hauptversammlung des CBRB in Rotterdam

Die Binnenschifffahrt sieht sich als umweltfreundlicher Verkehrsträger – hier ein Containerbinnenschiff in Rotterdam, Foto: Arndt
Die Forderung der EU-Kommission an die Binnenschifffahrtsbranche, ihre Fahrzeuge vermehrt mit emissionsarmen Euro-6-Motoren auszurüsten, kann so nicht erfüllt werden.
Darauf wies das Zentralbüro für die Rhein- und Binnenschifffahrt (Centraal Bureau voor de Rijn- en Binnenvaart, CBRB) jetzt in Rotterdam auf dem traditionellen Jahresessen hin. Es bildete den Abschluss der Jahreshauptversammlung. Die Botschaft des Tages lautete hier: „Solche auf die Bedürfnisse der Binnenschifffahrt angepassten Motoren stehen auf dem Markt schlicht und einfach nicht zur Verfügung.“ Aktuell müssten, als eine Art Notmaßnahme, gezielte technische Anpassungen an den Bestandsmotoren ausreichen, um bessere Emissionswerte zu erzielen.
Der thematische Schwerpunkt der CBRB-Veranstaltung stand unter der Überschrift: „Umweltschutzbestimmungen für die Binnenschifffahrt: Wie wirklichkeitsnah sind sie?“. Gastredner des Abends war die niederländische Europaparlaments(EP)-Abgeordnete Annie Schreijer-Pierik. Die Christdemokratin (CDA) gehört der Fraktion der Europäischen Volkspartei EVP an und wirkt unter anderem im EP-Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Schreijer-Pierik sagte auf der Veranstaltung zu, sich im Rahmen ihrer Parlamentsarbeit noch intensiver mit der die Binnenschifffahrt betreffenden EU-Umweltgesetzgebung zu beschäf tigen.
Auf der Hauptversammlung wurde auch ein neuer Vorsitzender gewählt. Paul Goris (Jahrgang 1966) tritt mit Wirkung zum 1. Januar 2016 seine Aufgabe als neuer Vorsitzender an. Er folgt auf Teun Muller. Goris gilt als erfahrener Verkehrsexperte, in dessen Lebenslauf sich Positionen bei verschiedenen Verkehrs- und Logistikdienstleistern finden. EHA
