Kleinwasser mit Folgen für Binnenschifffahrt
Außergewöhnlich lange Kleinwasserperioden und historische Pegeltiefstände im zweiten Halbjahr 2018 haben die Gesamtentwicklung der europäischen Binnenschifffahrt im dritten Quartal entscheidend beeinflusst.
Dem jetzt vorgelegten Marktbericht der Zentralkommission für Rheinschifffahrt (ZKR) und der Europäischen Kommission zufolge fiel die Verkehrsleistung auf europäischen Binnenwasserstraßen von Juli bis September auf 32,1 Tonnenkilometer. Das entspricht einem Rückgang von 14,9 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2017.
Auf dem traditionellen Rhein wurden den Angaben zufolge im dritten Quartal des vergangenen Jahres 38,2 Millionen Tonnen transportiert – ein Minus von 18 Prozent. Die Containerbinnenschifffahrt war mit minus 20 Prozent besonders stark betroffen. Derweil ging die Gesamttransportleistung auf den Nebenflüssen Mosel, Saar, Neckar und Main um 36 Prozent zurück.
Zu vergleichsweise geringen Leistungsverlusten kam es in der inländischen Binnenschifffahrt in den Niederlanden. Dort sei das Kleinwasser weniger stark ausgeprägt gewesen. Der Exportverkehr vor allem nach Deutschland und Belgien geriet dann aber dennoch unter Druck. So blieb die Verkehrsleistung der Binnenschifffahrt in Tonnenkilometern in den Niederlanden sieben Prozent hinter dem Vorjahresquartal zurück, so die ZKR. ger