Mehr Flexibilität für Häfen
Die Häfen in Nordrhein-Westfalen haben das in dieser Woche vorgestellte Hafenkonzept NRW begrüßt. Rainer Schäfer, Präsident des Bundesverbandes Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB), betonte dabei jetzt die Bedeutung der Binnenhäfen für die nordrhein-westfälische Wirtschaft. Die Binnenhäfen seien die notwendigen trimodalen Schnittstellen für Umschlag und Transport, aber auch Standort für Produktion und Logistik. Um die Leistungsfähigkeit dieses Systems langfristig zu erhalten, reiche es jedoch nicht, selektiv einzelne In frastrukturen oder Verkehrsträger zu verbessern. Wasserstraßen, Schienenwege und Straßen müssten gemeinsam betrachtet werden, damit der Industriestandort NRW zukunftsfähig bleibe. Besonders für NRW habe der Seehafenhinterlandverkehr „erhebliche Relevanz“. Alle Verkehrsträger würden hier bis 2025 zweistellige Wachstumsraten erzielen – eine Entwicklung, „die uns überrollen wird, wenn wir es nicht schaffen, zukünftige Mehrmengen über Schiff und Bahn abzuwickeln, statt nur über die schon überlasteten Straßen“, so Schäfer.
Eine Zweiteilung der Häfen in landesbedeutsame und regional bedeutsame hält der BÖB für nicht notwendig und den damit zu befürchtenden Rückzug aus der Fläche für falsch. „Damit alle Binnenhäfen ihr Entwicklungspotential nutzen können, wäre eine flexiblere Regelung mit regelmäßigem Monitoring zielführender“, so Schäfer. Der BÖB wies auch auf Nutzungskonflikte durch städtebauliche Entwicklungen an und in den Häfen hin. fab
