Mehr Ladung für die Binnenschifffahrt

Kurs Hinterland: Containerbinnenschiffs-Verband in Hamburg, Foto: Arndt
Der mit dem Verkehrsträger Binnenschiff generierte Umschlag im Hamburger Hafen wächst.
Darauf weist jetzt die für die Hafenentwicklung verantwortliche Wirtschaftsbehörde hin. Danach wurden zwischen Januar und Juni rund 6.415.000 Tonnen Ladung aus Binnenschiffen gelöscht beziehungsweise in deren Frachträume verladen. Das entspricht einem Zuwachs um gut 16 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, als 5.529.220 Tonnen bewegt wurden. Zu den wichtigen Ladungsarten gehören neben Massengütern auch containerisiertes Stückgut. Nach Überzeugung von Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) unterstreicht diese Entwicklung einmal mehr, dass „eine effiziente Organisation der Hinterlandverkehre dringend erforderlich ist“. In seiner Behörde verweist man in dem Zusammenhang erneut auf die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vorgelegte Verkehrsprognose, wonach der Zuwachs auf Deutschlands Binnenwasserstraßen zwischen 2010 und 2030 bei gut 20 Prozent liegen sollte. In der Wirtschaftsbehörde rechnet man vor, dass eine solche Entwicklung „gleichbedeutend mit einem Durchgangsverkehr von 9,3 Millionen Tonnen“ am Schiffshebewerk Scharnebeck im Zuge des Elbe-Seitenkanals (ESK) sei. Auf der anderen Seite wurden schon 2014 über den ESK rund 10,8 Millionen Tonnen bewegt.
Kürzlich hatte Martin Köther, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Uelzen (WSA), auf einer Informationsveranstaltung in Scharnebeck berichtet, dass das Ergebnis von 2014 in diesem Jahr nochmals übertroffen werde. Bis August wurden bereits fünf Prozent mehr Güter über den ESK transportiert als im Vorjahr. EHA
