Neuer Schwung für die Binnenschifffahrt

Die Wasserstraßen im Ruhrgebiet zählen zu den bedeutendsten Verkehrsachsen für Industrie und Schifffahrt in Deutschland.

Wie das System „Häfen-Industrie-Logistik“ künftig noch besser funktionieren kann, ist am Dienstag bei der Regionalkonferenz „Wasserstraßen im Ruhrgebiet“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) diskutiert worden. An der Veranstaltung in Duisburg nahmen mehr als 100 Vertreter aus Politik, Kommunen, Verbänden, Schifffahrt, Logistik, Gewerbe und Industrie teil.

„Die Zuverlässigkeit der Binnenwasserstraßen steht für uns an oberster Stelle. Nur so können Industrie und Binnenschifffahrt sicher planen“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU). Die erforderlichen Rahmenbedingungen würden jetzt geschaffen. Zudem werde ein zusätzliches Planungsteam aufgestellt, das sich ausschließlich um die prioritären Projekte an den westdeutschen Kanälen kümmern soll. „Wir nutzen alle Möglichkeiten, um Projekte zu beschleunigen – wie zum Beispiel Maßnahmengesetze, mit denen schneller Baurecht erlangt wird“, sagte Ferlemann. Eine schnellere Planung und konsequente Umsetzung der Baumaßnahmen im Westdeutschen Kanalnetz haben auch für die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GWDS) höchste Priorität. „Neue Beschleunigungsmöglichkeiten und zusätzliche Ressourcen werden den entsprechenden Schwung bringen“, zeigte sich GWDS-Präsident Prof. Dr. Hans-Heinrich Witte überzeugt. Insbesondere der Wesel-Datteln-Kanal spiele für einen modernen und effizienten Gütertransport eine zentrale und überregionale Rolle.

Die BMVI-Regionalkonferenz „Wasserstraßen im Ruhrgebiet“ knüpft an den<link https: www.thb.info rubriken politik-konjunktur single-view news binnenschifffahrt-staerken-1.html> „Masterplan Binnenschifffahrt“ des Bundesministeriums an. Ziel ist es, mehr Güter von der Straße auf Wasserstraßen zu verlagern. Erste darin verankerte Maßnahmen werden bereits umgesetzt: So wird das BMVI etwa die Neuanschaffung des Flachwasserfahrsimulators „Sandra“ (Simulator for Advanced Navigation Duisburg – Research and Application) am Schifferberufskolleg Duisburg vollständig finanzieren.

„Unsere zukünftigen Schiffsführer und Schiffsführerinnen müssen auf schwierige Situationen in der Navigation vorbereitet sein“, erklärte Ferlemann. Deshalb stelle das BMVI bis zu 1,6 Millionen Euro für den neuen Flachwasserfahrsimulator bereit. bek

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