Weniger Güter auf deutschen Wasserstraßen transportiert

Das Niedrigwasser im Sommer hat den Warentransport auf deutschen Flüssen im vergangenen Jahr gebremst.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Montag verringerte sich die Güterbeförderung auf den Binnenwasserstraßen um 3,1 Prozent auf 221,4 Millionen Tonnen. 2014 hatten die Binnenschiffer noch 228,5 Millionen Tonnen transportiert. Das waren 0,7 Prozent mehr als 2013. Am stärksten war der Rückgang im vergangenen Jahr mit 15,8 Prozent beim Durchgangsverkehr. Der Versand ins Ausland verringerte sich um 3,4 Prozent. Der Verkehr innerhalb Deutschlands ging um 1,9 Prozent zurück. Am wenigsten rückläufig war der Empfang aus dem Ausland mit einem Minus von 1,4 Prozent. Im vergangenen Sommer hatten wichtige Wasserstraßen wie Rhein und Elbe zeitweise wenig Wasser geführt. Das könnte ein Grund für den Rückgang sein, erklärten die Statistiker in Wiesbaden.

Der Containerverkehr in der Binnenschifffahrt wuchs 2015 gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 0,4 Prozent auf 2,4 Millionen TEU und entwickelte sich damit erneut besser als der Binnenschiffsverkehr insgesamt.

Die Binnenschifffahrt in Deutschland macht rund 1,5 Milliarden Euro Jahresumsatz. Die Flotte zählt knapp 4600 Schiffe, darunter nach Angaben der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord mehr als 1660 Güterschiffe und rund 1000 Fahrgastschiffe. Laut Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) sind rund 7700 Menschen auf deutschen Binnenschiffen beschäftigt. Die Binnenwasserstraßen in Deutschland sind 7675 Kilometer lang. Bundesweit gibt es 315 Schleusen mit insgesamt 428 Schleusenkammern. FBi

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