„Zahlen belegen Fehlplanung“
„Eine Hiobsbotschaft jagt die nächste“, meint Konstantin von Notz, der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, in Bezug auf den Rückgang der Schifffahrt auf dem Elbe-Lübeck-Kanal.
Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Lauenburg hatte vergangene Woche einen Negativrekord für die Schleusenzahlen der 120 Jahre alten Wasserstraße zwischen Elbe und Ostsee gemeldet.
„Die jüngsten Zahlen zeigen deutlich die völlig überdimensionierte Fehlplanung auf. Während auf der einen Seite noch nie so wenig Schiffe wie im letzten Jahr erfasst worden sind, steht die Sanierung mit Hunderten Millionen von Euro weiterhin im Bundesverkehrswegeplan“, kritisiert von Notz, in dessen Wahlkreis der Kanal verläuft. Er sieht seine Befürchtungen bestätigt, dass „die bisherigen Pläne aus verkehrlicher Sicht absolut unnötig und aus ökologischer Sicht höchst fragwürdig sind.“
Laut WSA wurden in der Lauenburger Schleuse im vergangenen Jahr nur noch 1086 Frachter mit gut 505.000 Tonnen Ladung registriert. Die Große Koalition hatte 2017 beschlossen, den Kanal für fast eine Milliarde Euro auszubauen. tja
