330 MW von Berlin nach Katar

Siemens-Turbinen sind in hoher Stückzahl weltweit im Einsatz, Foto: Siemens
Lange Reise per Binnen- und Seeschiff: Siemens lieferte jetzt seine weltweit 1000. Gasturbine an das Emirat am Persischen Golf.
Mit einer Leistung von rund 220 Gigawatt sollen die gesamten Verbrennungskraftmaschinen des deutschen Technologiekonzerns inzwischen eine Milliarde Menschen mit Strom versorgen. Grund zur Freude für Bereichs-Chef Willi Meixner, der die hohe Stückzahl als Bestätigung für die Qualität seiner Produkte sieht. Am Zielort – dem Kraftwerk Umm Al Houl in Katar – wird die Turbine wohl erst in ein paar Wochen ankommen. Von der Bundeshauptstadt bis zur Arabischen Halbinsel ist es ein weiter Weg.
Von der deutschen Produktionsstätte wurde die jetzt fertiggestellte 1000. Gasturbine (330 MW) zunächst in den Berliner Westhafen transportiert. Auf dem Flussweg geht es nun mit dem Binnenschiff bis in den Seehafen von Rotterdam. Im Norden der Niederlande wird die Gasturbine anschließend auf ein Schwergutschiff verladen, das den Stromerzeuger über den Atlantik, durch die Straße von Gibraltar bis ins Mittelmeer transportiert. Später wird der Suezkanal passiert, von wo aus die Reise ins Rote Meer und schließlich nach Katar fortgesetzt wird. Jamal Al Khalaf, CEO des Kraftwerkbetreibers im Mittleren Osten, ist zuversichtlich, dass die Tur bine „dank der bewährten Technologie viele Jahre in Betrieb sein wird“. flu