Bedienfehler bringt Großkessel ins Rollen

Die Bergung des am Sonntag von einem Schwertransporter gefallenen Kohlendioxid-Behälters wird zum Kraftakt: Vermutlich vier Mobilkrane werden nötig sein, um den 200 Tonnen schweren Behälter, der nahe der Ortschaft Sögel (Emsland) im Straßengraben liegt, zu bergen. Doch bevor das passieren kann, sind Gespräche mit den Grundeigentümern nötig, ob deren Flächen zu Kranplätzen hergerichtet werden können.

Wie berichtet hatte das niederländische Unternehmen Wagenborg am Sonntag mit zwei jeweils aus Zug- und Schubmaschinen sowie zwei Tiefladern bestehenden Gespannen den 60 Kilometer langen Weg vom Hersteller in Haselünne zum Hafen Dörpen angetreten. Die beiden jeweils 35 Meter hohen und im Durchmesser sieben Meter breiten Druckbehälter sollten in Dörpen nach Dänemark verschifft werden. Doch auf halber Strecke verlor der vordere der beiden Transporter seine Ladung. Seitdem ist die Umgehungsstraße von Sögel voll gesperrt.

„Nach aktuellem Ermittlungsstand handelt es sich bei der Unfallursache mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um menschliches Versagen in Form eines Bedienfehlers. Spezialisten der Polizei und Gutachter des TÜV haben keinerlei technische Mängel am Transportfahrzeug oder am Spezialauflieger festgestellt", berichtet Polizeisprecher Dennis Dickebohm. Bei der manuellen Höhennivellierung des Aufliegers sei laut Dickebohm ein Fehler gemacht worden.

Bevor der Transport fortgesetzt werden kann, muss ausgeschlossen werden, dass sich der Fehler wiederholt, heißt es. Sowohl für die zur Bergung nötigen Krane wie auch für die Weiterfahrt seien zunächst Genehmigungen nötig.  tja

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