DSLV: Lieferketten zur Versorgung stabil

Angesichts leer gefegter Regale wächst bei Verbrauchern die Angst vor Warenengpässen: Doch Handel, Logistikunternehmen und Paketzusteller geben Entwarnung. Die Lager seien gut gefüllt, die Lieferketten in Deutschland zwar angespannt, aber stabil.

 „Wir haben keine Fälle, in denen die Logistik einen Aussetzer hat, um Industrie, Handel und Bevölkerung zu versorgen“, erklärte Frank Huster, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Spedition und Logistik (DSLV). Die größte Herausforderung sei es, die Ware schnell in die Läden zu bekommen, um dem Kundenansturm gerecht zu werden, hieß es vom Handelsverband Deutschland (HDE).

Der Einzelhandel hofft, dass Hamsterkäufe bald nachlassen. „Wenn ich 100 Rollen Klopapier habe, was will ich dann mit den nächsten 50?“, so ein Sprecher des Handelsverbands Bayern. Das sei in Italien ähnlich gewesen. „Die Leute werden schnell merken, dass die Versorgung gesichert und alles da ist“, hieß es weiter. Das nehme Angst.

Wahrscheinlich wird in den nächsten Wochen der Onlinehandel einen Boom erleben. Denn weil Geschäfte in den Innenstädten dicht sind, dürfte sich die Nachfrage auf das Onlinegeschäft verlagern. Paketzusteller wie Deutsche Post, Hermes oder DPD sind überzeugt, eine mögliche Paketflut meistern zu können. „Wir können das schultern“, so ein DHL-Unternehmenssprecher. Das gelte auch in Zeiten der Coronavirus-Epidemie, selbst wenn wegen der Krankheit einzelne Brief- und Paketzentren geschlossen wären.

Die Lieferketten in Europa werden derweil einem Stresstest unterzogen. Denn die Grenzkontrollen führen teilweise zu langen Staus und Verzögerungen beim innereuropäischen Gütertransport. Vor allem an der Grenze zu Polen und auch in Richtung Tschechien gibt es noch immer extrem lange Wartezeiten, teilte der DSLV mit. Angespannt sei die Lage zudem an Grenzübergängen zwischen dem Elsass und Deutschland.  tja/dpa

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