Maersk baut Kühllager in St. Petersburg

Auf steigende Importe eingestellt: das neue Kühllager von Maersk, Rendering: Maersk
Frisches Obst ist in Russland begehrt. Der Import von Äpfeln stieg im vergangenen Jahr um 13,5 Prozent, der von Zitrusfrüchten um rund 7,5 Prozent und die Menge an eingeführten Bananen war um 1 Prozent größer als im Vorjahr. Maersk erkennt darin einen Trend, der sich auch in Zukunft fortsetzen wird, und investiert in einen neues Kühllager in St. Petersburg.
Am Mittwoch, 5. Juni, trafen sich Vertreter des Reederei- und Containerlogistik-Konzerns mit Kunden und Vertretern der Politik zum traditionellen ersten Spatenstich.
„Ich bin sehr stolz auf dieses Projekt – es ist das erste derartige Kühllager auf dem russischen Markt“, sagte Zsolt Katona, Geschäftsführer des Maersk-Osteuropa geschäfts. Es sei wichtig, den Kunden mehr zu bieten als Transportlösungen und dazu gehöre auch die Lagerung von Waren.
Der 23.700 Quadratmeter große Komplex hat 35 Laderampen, die Maersk zufolge bei einem 24-Stunden-Betrieb bis zu 200 Lkw abfertigen können. Die Kapazitätsobergrenze liegt demnach bei über 50.000 Tonnen beziehungsweise 30.000 Paletten. Um die Anforderungen an unterschiedliche Umgebungstemperaturen für die Güter zu gewährleisten, sind drei unterschiedlich temperierte Lagerräume vorgesehen: -25 Grad Celsius für Gefriergut, +2 beziehungsweise +8 Grad für Frischegüter sowie einen speziellen Raum für Bananen, die bei 13 Grad Celsius gelagert werden müssen.
„Zusätzlich zum Ausbau unserer Aktivitäten im Bereich Seefracht ist die Investition in eine ununterbrochene Kühlkette einer der Schritte, die wir gehen, um dem Markt voraus zu sein“, sagte Maersk-CEO Søren Skou. Rund 40 Prozent der Lagerkapazität wurde an den irischen Fruchthändler Fyffes vergeben. Damit stellen sich Maersk und Fyffes auf die Zukunft ein. Russland steht im Ranking der Bananenimporte seit 2017 auf Platz zwei nach den USA. acw