E-Fähre setzt Meilenstein

Rund vier Jahre nach Projektbeginn ist im dänischen Søby jetzt die Elektro-Fähre „Ellen“ getauft worden. Der Neubau ist das Ergebnis der europäischen E-Ferry-Initiative, die im Rahmen des Horizon-2020-Programms der Europäischen Kommission mit 15 Millionen Euro gefördert wurde. Ziel des Projekts war, eine mittelgroße, zu 100 Prozent elektrisch betriebene RoPax-Fähre zu entwickeln und realisieren.

Die „Ellen“ soll künftig das dänische Festland mit der Ostseeinsel Ærø verbinden. Dabei sind die im Projekt vorgesehenen Routen zwischen Søby und Fynshav sowie Søby und Faaborg 10,7 respektive 9,6 Seemeilen lang. Damit setzt E-Ferry nach eigenen Angaben einen neuen Maßstab im Regelbetrieb batteriebetriebener Fähren.

Das auf der Søby Vaerft gebaute Schiff ist rund 59 Meter lang, 13,4 Meter breit und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 15,5 Knoten. An Bord ist den weiteren Angaben zufolge Platz für 31 Fahrzeuge, fünf Lkw und maximal 198 Passagiere. Betreiber der „Ellen“ ist Aeroe-ferries.

Das E-Ferry-Projekt war für 48 Monate angesetzt. Über die Laufzeit hinaus besteht das Ziel, weltweit jährlich zehn neue E-Fähren in Betrieb zu nehmen, heißt es auf der Projekt-Website. Demnach sollen 2030 rund 100 Einheiten im Einsatz sein. So könnten pro Jahr bis zu 300.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden. ger

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