KI senkt Treibstoff-Verbrauch

Die schwedische Fährgesellschaft Stena Line hat sich zum Ziel gesetzt, den Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen jährlich um jeweils 2,5 Prozent zu senken – auch mithilfe künstlicher Intelligenz (KI). Ein entsprechendes Pilotprojekt an Bord der „Stena Scandinavica“ auf der Strecke Göteborg–Kiel ist jetzt nach Reedereiangaben von Mittwoch erfolgreich abgeschlossen worden.

Laut Stena Line wurde KI-Technologie zur Vorhersage der verbrauchsärmsten Betriebsweise der RoPax-Fähre eingesetzt. Damit konnten der Mitteilung zufolge zwei bis drei Prozent Treibstoff pro Fahrt eingespart werden. „Durch die Verbesserung der Effizienz reduzieren wir sowohl unsere Kosten als auch unseren ökologischen Fußabdruck“, sagte Jari Virtanen, Chief Transformation Officer bei Stena Line, und betonte: „Dies ist das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Mann, Frau und Maschine, zwischen Mensch und Technik, zwischen einem Team von erfahrenen Softwareentwicklern, Datenwissenschaftlern und schließlich einem engagierten Kapitän und seiner Crew auf der ,Stena Scandinavica‘.“

Die eingesetzte Software namens „Stena Fuel Pilot“ soll nun noch in diesem Herbst auf fünf weiteren Stena-Line-Fähren installiert werden und im nächsten Jahr bereits auf allen 37 Schiffen in Europa vorhanden sein. Bis 2021 will die Reederei künstliche Intelligenz in allen Unternehmensbereichen anwenden.

Treibstoffkosten sind ein großer Faktor für Fährgesellschaften wie Stena Line, die den Anteil an den Gesamtkosten mit rund 20 Prozent beziffert. bek

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