Neue Thruster für Hybridfähren

Die Hybridfähre „Schleswig-Holstein“ zwischen Puttgarden und Rødby, Foto: Scandlines/Jukka Huotari
Während der Streit um eine fest Fehmarnbeltquerung in die nächste Runde geht, legt die Fährreederei Scandlines auf der Linie Puttgarden-Rødby jetzt in puncto Umweltschutz nach.
Die 16 Thruster der vier auf der Route eingesetzten Hybridfähren sollen ausgetauscht werden. Der entsprechende Auftrag ging jetzt an Rolls-Royce Commercial Marine. Die Investition beläuft sich laut Scandlines auf rund 13 Millionen Euro.
Die neuen Systeme sollen weniger Lärm und Vibrationen verursachen, erklärte die Reederei. Das könne die Bedingungen für das maritime Ökosystem in der Fehmarnbelt-Region verbessern, etwa für die Schweinswale. Zudem würden die Schadstoffemissionen des Antriebs reduziert.
„Die Investition ist ein glasklares Zeichen unserer Investoren, dass unsere Strategie Zero Emission und unser Ziel, eine grüne Alternative zu einem möglichen Tunnel zu werden ihre volle Unterstützung haben“, sagte Scandlines-CEO Søren Poulsgaard Jensen. Auch bei der Umweltschutzorganisation Nabu kommt das Vorhaben gut an: „Dies sind nicht nur gute Neuigkeiten für das maritime Leben im Fehmarnbelt, sondern auch ein Schritt in Richtung emissionsfreier Schiffsantrieb“, so Malte Siegert. Die Umrüstungen sollen bis Ende 2020 erfolgen. ger