Scandlines erwartet Rückgang

Die Fährreederei Scandlines erwartet für 2016 einen leichten Umsatzrückgang.

Das Unternehmen begründete die Prognose jetzt mit den hohen Charterkosten für die beiden neuen Schiffe, die auf der Strecke Rostock–Gedser eingesetzt werden sollen. Nach THB-Informationen kann die „Berlin“ voraussichtlich in dieser Woche den Fährbetrieb aufnehmen. Das Schiff war am 3. Mai rund vier Jahre später als ursprünglich geplant im Rostocker Seehafen getauft worden. Die Fähre kann bis zu 1300 Passagiere befördern. Mit Platz für 460 Autos oder 96 Lastwagen wird die Kapazität auf der Strecke Rostock–Gedser mehr als verdoppelt. Nach Angaben von Scandlines-Chef Sören Poulsgaard Jensen hat die „Berlin“ am Ende 140 Millionen Euro gekostet.

Die Reederei hatte 2010 den Auftrag für den Bau der 169 Meter langen Fähre und des Schwesterschiffs „Copenhagen“ bei der P+S-Werft in Stralsund erteilt. Nach der Insolvenz der Werft wurde der Auftrag storniert. Es hatte sich zudem herausgestellt, dass die Schiffe mehrere hundert Tonnen zu schwer waren. Die erste Fahrt war für Sommer 2012 vorgesehen. Neben den Dieselmotoren verfügen die Fähren über neue batteriegetriebene Hybrid-Antriebssysteme. Wann die „Copenhagen“ fertig sein wird, steht noch nicht fest. Im Gespräch ist Herbst 2016.

In der jetzt vorgelegten Jahresbilanz für 2015 wird mit 460 Millionen Euro ein um 3,5 Prozent gestiegener Umsatz ausgewiesen. Der Gewinn legte von 60 auf 108 Millionen Euro zu. Das 1998 gegründete Unternehmen erklärt den Sprung mit einem um 6,2 Prozent höheren Frachtvolumen (500.000 Einheiten) sowie mit der größten Passagieranzahl der vergangenen fünf Jahre. 2015 beförderten die Fähren 7,6 Millionen Menschen, 1,8 Millionen Pkw und 0,5 Millionen Lkw auf den Routen Puttgarden–Rødby und Rostock–Gedser.

Schulden abgebaut

„Die positive Entwicklung ist hauptsächlich auf das erfreuliche Wachstum auf der Strecke Rostock–Gedser sowie auf Kostenreduzierungen und Betriebsoptimierungen zurückzuführen“, betonte Poulsgaard Jensen. Zudem habe Scandlines 136 Millionen Euro (2014: 122 Millionen Euro) investiert. Zugleich konnten die Schulden reduziert werden. FBi

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