Commerzbank senkt Risiko

Zählt zu den 18 verkauften Schiffen: der Bulker „Berlin“, Foto: Hasenpusch
Weniger Altlasten, mehr Privatkunden – die Commerzbank meldete zuletzt Fortschritte bei der Abwicklung von belasteten Krediten. Das wirkt sich auf die Bilanz aus.
Im ersten Halbjahr 2015 erzielte das seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Institut einen Konzerngewinn nach Steuern und Anteilen Dritter von 646 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum standen 300 Millionen Euro in den Büchern. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich im Jahresvergleich von 581 Millionen auf eine Milliarde Euro.
Die Abwicklung von Altlasten betraf nicht zuletzt den Verkauf von 18 Schiffen, die das Institut selbst betrieb, nachdem die ursprünglichen Reeder Kredite nicht mehr bedienen konnten. Da die Verkaufspreise unter den Buchwerten lagen, belasteten diese Geschäfte den Gewinn des zweiten Quartals mit 41 Millionen Euro (THB 29. Juli 2015). In der Immobiliensparte verkaufte die Bank Kredite mit einem Volumen von insgesamt 2,9 Milliarden Euro an US-Investoren.
Zugleich jedoch stärkt die Commerzbank mit dem Abbau ihre Kapitalpuffer weiter. Ende April hatte das In stitut mit einer 1,4 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung die harte Kernkapitalquote auf mehr als zehn Prozent erhöht. Die Risikovorsorge im Konzernbereich Deutsche Schiffsbank ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 41 Millionen auf 169 Millionen Euro zurück. fab
