Ex-HSH nach Privatisierung im Plus
Die Hamburg Commercial Bank (ehemals HSH Nordbank) hat das Geschäftsjahr 2018 nach vorläufigen Zahlen mit einem Vorsteuerergebnis von 97 Millionen Euro abgeschlossen.
Im Vorjahr stand noch ein Minus von 453 Millionen Euro in den Büchern. Zum Ergebnis habe „eine gute operative Performance und ein nahezu auf Vorjahresniveau liegendes Neugeschäft ebenso beigetragen wie deutliche Einsparerfolge auf der Kostenseite“, teilte das Institut am Donnerstag mit.
Das Neugeschäft lag mit 8,4 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahreswert und sei von Immobilienkunden ebenso getragen worden wie von den Geschäftsfeldern erneuerbare Energien, Infrastruktur und Schifffahrt. Das Volumen im Shipping-Segment erhöhte das Institut gegenüber dem Vorjahr von 500 auf 900 Millionen Euro.
Hamburg und Schleswig-Holstein hatten das Kreditinstitut im vergangenen Jahr an Finanzinvestoren verkauft. Schleswig-Holstein schloss das Haushaltjahr 2018 wegen der Belastungen aus der HSH mit einem vorläufigen Defizit von 1,9 Milliarden Euro ab. Mit dem Abschluss der Privatisierung war umgehend eine Garantie von 2,95 Milliarden Euro in Anspruch genommen worden.
Die ehemalige HSH Nordbank hatte im Januar Jan-Philipp Rohr zum neuen Leiter der Schiffssparte bestellt. Sein Vorgänger Christian Nieswandt hat das Unternehmen verlassen. fab
