Hapag-Lloyd setzt Zeichen für IPO

Kurz vor dem offiziellen Start an der Börse hat Hapag-Lloyd seine Ergebniserwartung für 2015 bestätigt.

Damit hat die Hamburger Reederei als weltweite Nummer vier unter den Linienreedern die Befürchtung entkräftet, ihre könne Ähnliches widerfahren wie dem Marktführer Maersk. Denn der dänische Konzern hatte mitgeteilt, seine Gewinnerwartung im laufenden Jahr nicht halten zu können.

Für Hapag-Lloyd kam die Ergebniskorrektur des Mitbewerbers zur Unzeit. Am Freitag gab Maersk bekannt, 2015 voraussichtlich einen Gewinn von „nur noch“ 3,4 Milliarden Dollar zu erzielen. Zuvor war das Unternehmen von rund vier Milliarden Dollar ausgegangen. Fest steht: Unterm Strich wird am Ende ein beachtlicher Profit stehen.

Effizienzsteigerung und niedrige Spritkosten sind die ausschlaggebenden Faktoren für die Profitabilität. Doch wenn der Marktführer die Prognose senkt, kommen automatisch alle Mitbewerber in Erklärungszwang. Deshalb die klare Ansage aus Hamburg: „Als Reaktion auf Anfragen im Nachgang der veröffentlichten Mitteilung von Maersk zum Geschäftsjahr 2015 bekräftigt Hapag-Lloyd seinen Ausblick für das Jahr 2015, wie er im Wertpapierprospekt am 14. Oktober 2015 veröffentlicht wurde“, teilte Hapag-Lloyd am Montag mit. Für das Gesamtjahr bleibe der Ausblick unverändert. Das Unternehmen erwarte eine EBITDA-Marge im hohen einstelligen Bereich.

Zuvor hatten sich bereits die Analysten des Beratungsunternehmens Drewry zum Börsengang von Hapag-Lloyd geäußert. In einer Stellungnahme heißt es, der IPO komme zwar inmitten einer Phase niedriger Frachtraten und sinkender Nachfrage. Dennoch empfehle Drewry die Hapag-Lloyd-Aktie zum Kauf. Mittelfristig blieben die Überkapazitäten in der Containerschifffahrt bestehen. Dafür sei Hapag-Lloyd gut aufgestellt, das Unternehmen habe seine Fahrt routen hinreichend diversifiziert und seine Risiken damit reduziert. Das Programm zur Kostensenkung sorge dafür, dass Hapag- Lloyd profitabel bleibe.

Heute endet der Angebotszeitraum, der am 15. Oktober begonnen hatte. Die Preisspanne der Emission war bei 23 bis 29 Euro je Aktie angesetzt worden. Mit dem Abschluss des Bookbuilding-Verfahrens wird dann auch der endgültige Angebotspreis feststehen. Der erster Handelstag an der Börse Frankfurt ist für diesen Freitag geplant.

Das Angebot besteht aus bis zu 15,7 Millionen Aktien von Hapag-Lloyd, darunter 11,5 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung. fab

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