Investment für Buss-Fonds

Buss Capital setzt im Containergeschäft sowohl auf Fonds als auch auf Direktinvestments, Foto: Buss Capital
Buss Capital hat für die Gesellschaft Buss Investment1 eine weitere Beteiligung abgeschlossen.
Der alternative Investmentfonds beteiligt sich als Limited Partner an der Zielgesellschaft Marine Container Management (MCM), teilte das Unternehmen jetzt mit. Die Investition von zehn Millionen Euro erfolge ausschließlich mit Eigenmitteln.
Die Geschäftstätigkeit von MCM umfasst Erwerb, Vermietung und Verwaltung von Standard- und Kühlcontainern für den intermodalen Einsatz. Eine erste Tranche von 350 neuen 40-Fuß-High-Cube-Standardcontainern habe MCM erworben, so Buss Capital. Die Boxen seien für fünf Jahre vermietet. Der Fonds Buss Investment1 soll die Anteile an MCM langfristig halten und am Ende seiner Laufzeit verkaufen. „Wir haben uns für die Beteiligung an MCM entschieden, nachdem die Einkaufspreise für Standardcontainer Ende vergangenen Jahres erneut deutlich auf 1450 Dollar gesunken waren und damit einen Zwölf-Jahres-Tiefstpreis erreicht hatten“, sagte Nadine Kranz, Geschäftsführerin der Kapitalverwaltungsgesellschaft Buss Investment.
Zuvor hatte der Fonds Buss Investment 1 insgesamt 5,8 Millionen Euro investiert. Davon entfallen 4,7 Millionen Euro auf eine Beteiligung an der Tank Container Management L.P. und eine Million Euro auf eine Beteiligung an der Marine Container Management L.P. Beide Gesellschaften sitzen in Singapur. Hinzu kommen Aktien der Textainer Group (Bermudas) mit einem Volumen von rund einer Million Euro.
Der Buss-Fonds kann gemäß Verkaufsprospekt auch in Offshore-Container investieren. Doch in diesem Spezialsegment sammeln Anleger von Direktinvestment nach einem Bericht des Branchendienstes „fondstelegramm“ derzeit keine guten Erfahrungen. Buss Capital war vor rund zwei Jahren in das Geschäft mit Offshore-Containern eingestiegen. Jetzt machen die gesunkenen Ölpreise den Investoren zu schaffen. Die für das Geschäft maßgebliche Buss-Tochter in Singapur, Buss Global Direct, kann die Verträge aufgrund des rückläufigen Interesses an Offshore-Containern offenbar nicht bedienen, berichtet fondstelegramm, so dass mit einer Auffanggesellschaft modifizierte Mietverträge für die Boxen abgeschlossen werden sollen. fab
