Rickmers steigert Umsatz und Ergebnis

Die Rickmers Gruppe hat ihr Ergebnis im zurückliegenden Halbjahr deutlich gesteigert. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, legte das konsolidierte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 35 Prozent auf 137,4 Millionen Euro zu.

Als wesentliche Faktoren für die Steigerung nennt Rickmers das Kostenmanagement insbesondere bei der Rickmers-Linie und günstige Währungseffekte aufgrund der Aufwertung des US-Dollars. Damit ließen sich die weiterhin angespannte Marktlage und die zum Teil neu abzuschließenden Charterverträge mehr als kompensieren. Die Umsatzerlöse kletterten um 6,6 Prozent auf 289,6 Millionen Euro. Das Nettoergebnis der Rickmers Gruppe war in den ersten sechs Monaten zwar durch Sondereffekte belastet, verbesserte sich im ersten Halbjahr 2015 aber von 1,0 Millionen auf 2,6 Millionen Euro.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres baute die Rickmers Gruppe sowohl ihr kommerzielles und technisches Management von Drittschiffen als auch die betreute Flotte jenseits des Containersegments aus. So übernahm das Segment Maritime Services das technische Management von sieben Massengutfrachtern der Supramax-Klasse, ebenso wie das technische Management von 16 Bulkern des Typs „Open Hatch Gantry Crane Bulker Carrier“ von der Reederei Masterbulk mit Hauptsitz in Singapur (THB 7. Mai 2015). Außerdem wurden die letzten drei von insgesamt zehn durch US-Investor Oaktree finanzierten Containerschiffen mit einer Stellplatzkapazität von 5500 TEU ausgeliefert. Über ihren Schiffsmakler Harper Petersen & Co., an dem sie mit 50 Prozent beteiligt ist, sicherte sich die Rickmers Gruppe die exklusive Befrachtung von 21 Bulkern.

Ein wichtiger Schritt für den Konzern war zudem der Rechtsformwandel der Rickmers Holding in eine Aktiengesellschaft. Dieser Schritt erfolgte im Juni, nachdem das Unternehmen die Refinanzierungsverhandlungen für wesentliche laufende Bankdarlehen mit einem Volumen von 1,4 Milliarden Dollar abgeschlossen hatte (THB 9. Juni 2015).

 

Die Rickmers-Linie war nach vier verlustreichen Jahren Ende des ersten Quartals 2015 zur Profitabilität zurückgekehrt. Sie ging im Juni zwei neue Partnerschaften ein: Zum einen wurde mit Swire Shipping eine „Connecting Carrier“-Vereinbarung getroffen. Zum anderen ernannte die Reederei Nordana, die eine Flotte von Breakbulk- und Schwergutschiffen betreibt, Rickmers Japan zu ihrem Generalagenten für die Nordana Project & Chartering Division in Japan. Die Flotte der im Management der Rickmers Gruppe befindlichen Schiffe hat sich während des ersten Halbjahres von 110 auf 125 Einheiten erhöht.

Nicht zuletzt aufgrund des früher als erwarteten Turnarrounds der Rickmers-Linie hebt die Rickmers Gruppe ihre Prognose an. Das Unternehmen geht „von einer im Vergleich zum Geschäftsbericht 2014 anzuhebenden Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2015 aus“: leicht verbesserte Umsatzerlöse, deutlicher Anstieg des konsolidierten operative Ergebnis (EBITDA) und ein Konzernergebnis leicht über Vorjahresniveau. fab

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