133.000 Tonnen Erz gelöscht

Der Massengutumschlag in Hamburg ist für die Rohstoffversorgung und für den Handel von besonderer Bedeutung.

Dazu gehören Schüttgüter wie Baumaterial und Düngemittel, Sauggüter wie Getreide und Futtermittel, Greifergüter wie Erze und Kohle sowie Flüssiggüter wie Mineralöle und Chemikalien. 44,2 Millionen Tonnen Massengut wurden vergangenes Jahr in Hamburg umgeschlagen. Die Zahlen des ersten Quartals 2019 werden am Montag vorgestellt.

Im größten deutschen Universalhafen gilt Hansaport als Spezialist für den Umschlag von Eisenerz und Kohle. Dank eines hohen Automatisierungsgrads zählt der Terminal im internationalen Vergleich zu den besonders leistungsstarken Umschlaganlagen für trockenes Massengut. Der Transport ins Binnenland erfolgt per Eisenbahn und Binnenschiff. An seiner Bahn-Beladestation fertigt Hansaport täglich mehr als ein Dutzend Erzzüge für die Stahlwerke in Salzgitter und Eisenhüttenstadt ab.

Mit der „Anangel Transporter“ (IMO 9439060) hat jetzt ein 292 Meter langer Massengutfrachter im Hansaport festgemacht. Geladen waren 133.000 Tonnen Erz aus Südafrika, die innerhalb von zweieinhalb Tagen gelöscht wurden. Die mit 89.891 BRZ vermessene „Anangel Transporter“ fährt unter griechischer Flagge, Heimathafen ist Piräus. Gebaut wurde der Bulk Carrier auf der Werft Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering (DSME) im südkoreanischen Geoje.

An Hansaport beteiligt sind die Hamburger Hafen und Lagerhaus AG (HHLA), die 49 Prozent hält, sowie die Salzgitter AG, die mit 51 Prozent Hauptanteilseigner ist. Der Stahlhersteller blickt aktuell auf das beste Auftaktquartal seit 2008 zurück. Die ersten drei Monate des Jahres 2019 seien auch aufgrund bilanzieller Effekte besser ausgefallen als zur Jahreswende erwartet, sagte der Vorstandsvorsitzende Heinz Jörg Fuhrmann. Eine positive Preisentwicklung für Edelmetall ist demnach ein Grund für diese Effekte.

Im ersten Quartal steigerte der Konzern den Gewinn vor Steuern auf 125,9 Millionen Euro nach 95,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stagnierte bei rund 2,3 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern weiter mit einem leicht steigenden Umsatz auf etwas über 9,5 Milliarden Euro nach 9,3 Milliarden Euro 2018. Veränderungen bei den Rohstoffkosten und dem Edelmetallpreis sowie Unwägbarkeiten wie der Handelsstreit zwischen den USA und China könnten den Verlauf des Geschäftsjahres aber noch erheblich beeinflussen.

Der Stahlhersteller ist mit 25 Prozent auch am Hamburger Aurubis-Konzern beteiligt, einem der weltweit größten Kupferproduzenten und Kupferrecycler. bek/lni

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